Was ist Medialität? Was ist ein Medium?

Wenn man sich heute mit den Gebieten der Parapsychologie und Esoterik befasst, so stößt man immer wieder auf die Worte „Medialität“, „Medium“ oder „medial“. Leider ist die Definition dieser Worte gar nicht so einfach und deren Bedeutung wesentlich umfassender, als es auf den ersten Blick scheint.

In einem Lexikon habe ich folgende Begriffserklärung gefunden:

Medial (lat.) : in der Mitte liegend

Medium (lat.) : Kommunikationsmittel. Mittel zur Weitergabe oder Verbreitung von Information durch Sprache, Gestik, Mimik, Schrift und Bild; Mittelsperson bei spiritist. Sitzungen; eine der außersinnlichen Wahrnehmungen für fähig gehaltene Person

Medialität : Veranlagung zum (spiritist.) Medium

Grundsätzlich ist es eine Tatsache, dass ausnahmslos JEDER Mensch mediale Fähigkeiten hat; diese sind jedoch sehr individuell angelegt bzw. unterschiedlich stark ausgeprägt. So hat jemand z.B. eine sehr gute Intuition und kann sich gut in andere hineinfühlen, ein anderer wiederum hat sog. präkognitive (in die Zukunft weisende/sehende) Träume oder jemand sieht, hört, fühlt oder riecht sogar Geistwesen. Sinken Sie also bitte nicht ehrfürchtig auf die Knie, wenn Ihnen jemand erzählt, welch großartige Fähigkeiten er besitzt und lassen Sie sich nicht blenden von den „Auserwählten“! Wenn derjenige nicht dabei auch ein Mensch ist mit der entsprechenden moralischen, liebevollen Einstellung und Verantwortung sich selbst und seinem Nächsten gegenüber, sollten Sie besser misstrauisch sein.

Was sind das für Menschen, die der „außersinnlichen Wahrnehmung für fähig gehalten“ werden? Und was bedeutet es für diese Menschen im täglichen Leben, medial veranlagt zu sein, oder sogar als ein Medium geboren zu sein? Zum ersten ist es einem selbst nicht bewusst, dass dies der Fall ist. Man kennt sich so wie man ist und geht davon aus, es sei „normal“. Im Laufe des Lebens jedoch fühlt man, dass man anders ist als die meisten. Man bemerkt es im Gespräch mit seinem Umfeld, an den unterschiedlichen Wahrnehmungen durch andere Personen, an seinem Arbeitsplatz usw.

Praktische Beispiele aus dem Alltag (telepathische Übertragung):

1. Man denkt intensiv an eine Person und wenige Minuten später klingelt das Telefon und genau diese Person ruft an oder man begegnet dieser kurze Zeit später persönlich!

2. Plötzlich kommt einem der Gedanke, dass man heute einen anderen Weg zur Arbeit fahren möchte, als den gewohnten. Fünf Minuten später meldet der Verkehrsfunk im Radio einen Stau aufgrund eines Unfalls auf dem „gewohnten“ Weg zur Arbeit.

Man ist sensibler, fühlt intensiver, sieht mehr als andere, empfindet oft anders als alle anderen und spürt die Ausstrahlung seiner Mitmenschen deutlicher. Dies führt oft zu impulsiveren Handlungen und Reaktionen, wenn man eine Person intensiver wahrnimmt und oftmals weiß man gar nicht, warum und wie man reagiert hat auf Aussagen oder Aktionen aus dem Umfeld. Durch dieses Anderssein fühlt man sich auch oftmals isoliert, kann zum Einzelgänger werden, weil man - paradoxerweise - seine Umwelt intensiver wahrnimmt. Diese Form von Medialität ist eine „Gabe“, die man oft schon von Geburt an mitbekommen hat, ähnlich wie das Talent zum Klavierspielen, für Fremdsprachen usw. . Und mit einer „Gabe“ ist auch immer eine „Aufgabe“ verbunden. Es gilt also zu lernen, damit umzugehen im Leben. In Einzelfällen, bei denen die Medialität besonders stark ausgeprägt ist, kann man außersinnliche Wahrnehmungen, z.B. in Form von außerkörperlichen Erfahrungen machen, Geistwesen sehen und mit ihnen kommunizieren oder diese durch sich schreiben und sprechen lassen oder auch Ereignisse voraussagen bzw. voraussehen oder -träumen. Oft kann man selbst nicht begründen, warum dies so ist. Rutengänger, sog. Radiästhesisten sind mittlerweile fast jedem bekannt ebenso wie „Geistheiler“ oder „Heiler“. Viele behalten Ihre Erlebnisse auch für sich, da man es vermeiden will, als „Spinner“ oder „Verrückter“ abgetan zu werden, denn alle Erklärungen und Erzählungen über Erlebnisse und mediale Fähigkeiten klingen für „Nichtwissende“ bzw. Unerfahrene auf diesem Gebiet sehr fantastisch und nebulös. Haben wir denn Erklärungen für diese medialen Veranlagungen?

Da meine Ausbilder Elektroingenieure waren, möchte ich Ihnen dies auch auf dem physikalischen Weg nahe bringen: Überall auf der Welt existieren Rundfunk- und Fernsehwellen, die wir mit unseren herkömmlichen Sinnen nicht erfassen können. Um Rundfunkwellen hörbar zu machen, sie zur Resonanz zu bringen, bedienen wir uns eines „Mediums“, eines Radios. Wir schalten einen Sender ein mit einer bestimmten Frequenz und können auf diese Weise Musik und die Worte der Moderatoren empfangen. Das Radio ist ein physischer Körper, der elektrische Energie umsetzt, also ein Resonator. So sind auch medial veranlagte Menschen in der Lage, Schwingungen und Wellen zu empfangen, zu „resonieren“; jedes Individuum auf dieser Welt hat eine einzigartige Frequenz in Form eines Energiefeldes um sich herum, die sog. „Aura“, über welche wir z.B. auf der emotionalen Ebene Liebe, Haß, Sympathie usw. empfinden, im besonderen über die „Chakras“, unsere Energiezentren (aus dem Sanskrit, bedeutet: Rad, radförmiger Wirbel).

Diese Sensitivität kann nun genutzt werden, um selbst als Resonator zu fungieren und durch gezieltes Training Schwingungen und Frequenzen von anderen inkarnierten Menschen bzw. auch aus der geistigen Welt zu empfangen. Beim zweiten ist jedoch aus diversen Gründen höchste Vorsicht geboten! Man sollte sich sehr intensiv mit den Eigenheiten und auch Unterscheidungsmerkmalen von Geistwesen aller Art befassen; auch die Form wie sie kommunizieren sollte man kennen, denn schon viele sind „die Geister, die ich rief“ nicht mehr losgeworden und haben sehr negative, zum Teil haarsträubende und krankmachende Erfahrungen machen müssen. Niemals zum Spaß Anrufungen machen oder „Spielchen“ (z.B. Gläserrücken)! Sehr hohe Wesenheiten werden sich niemals auf diesem Weg mit uns in Verbindung setzen zur Kommunikation. Es sind eher die sog. Fopp- und Lügengeister, die zwar manchmal erstaunlich gute Informationen haben, sich aber ansonsten lieber aufplustern mit großen, bekannten Namen und „Angstmacherei“. Dies ist nicht die Art der Kommunikation hoher Geistwesen!


Claudia Kirsch